Eine Garage muss nicht einfach nur ein Bunker aus Beton sein, in dem ein Tor dem Fahrzeug die Zufahrt ermöglicht. Ich gehöre nun nicht zu den Menschen, die ihrer Garage übermäßige Bedeutung beimessen. Da reicht es, wenn alles trocken ist und im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen bleiben. Außerdem muss das Tor diebstahlsicher zu verschließen sein. Dann bin ich eigentlich schon vollkommen zufrieden. Mir ist es auch nicht unbedingt zu viel, eben auszusteigen, um das Tor aufzumachen. Von unseren drei Garagen hat nur die ein elektrisches Tor, in der das Auto meiner Frau steht. Mit den Kindern und den Einkaufstüten ist es ja doch nicht immer so einfach, auch noch das Tor aufzumachen.
Als ich einmal alleine unterwegs war, um einen Porsche anzusehen, der zugunsten eines neuen Modells verkauft werden sollte, bekam ich allerdings eine sehr besondere Garage zu Gesicht. Nicht nur das Tor war High Tech vom Feinsten. Die Garage war ein Anbau an das Einfamilienhaus, dessen Preis ich nicht schätzen konnte, so luxuriös sah es schon auf den ersten Blick aus. Das interessante an diesem Anbau war die Größe, die locker Platz für vier Autos bot.
Im Inneren zeigte sich der gleiche Wohlstand. Alle Regale in der Garage waren von einer ausgesprochen logischen Bauweise. Während bei mir zu Hause eher wackelige, ausgemusterte Modelle zu finden waren, weil ich die einfach für ausreichend hielt, schienen diese hier von einem Designer zu sein. Jedes Werkzeug, jeder Reifen hatte seinen Platz. Dabei war aber alles so angeordnet, dass es aussah, wie in einem dekorierten Wohnzimmer. Nach einem kurzen Gespräch wusste ich, wieso die Garage so toll eingerichtet war. Der Besitzer des Porsches war ein ausgezeichneter Innenarchitekt.
