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Toyota muss erneut Rückruf starten

Juli 3rd, 2010 · No Comments

In Amerika muss Toyota erneut einen Rückruf starten. Dieses Mal ist das Hybridauto Lexus HS 250h betroffen. Die Luxuslimousine wurde in einem Crashtest der US-Verkehrssicherheitsbehörde auffällig. Die National Highway  Traffic Safety Administration, kurz NHTSA, beobachtete einen stärkeren Spritverlust, als es Vorschrift ist. Zwar habe man in eigenen Tests und auf den Straßen noch keine ähnlichen Fehler entdeckt, so Toyota, dennoch nehme man den Vorwurf sehr ernst. Am 25.06.2010 beschloss Toyota insgesamt 17.000 Autos zurück in die Werkstätten zu rufen.

Doch nicht nur Toyota wird in letzter Zeit immer wieder von Rückrufen betroffen, sondern insgesamt ist die Autoindustrie derzeit im Visier der Kritik. Allein der Hersteller Toyota musste in den vergangenen Wochen und Monaten mehr als 8,5 Millionen Autos zurückrufen. Grund waren unter anderem kurzzeitig aussetzende Bremsen, klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten. Aufgrund der Häufungen der Rückrufe musste Toyota auch eine Strafe von 16,4 Millionen Dollar, was etwa 13,3 Millionen Euro entspricht, zahlen. Diese Strafe wurde verhängt, weil die Mängel den US-Behörden nicht rechtzeitig bekannt gegeben wurden.

Auch mit dem jetzt aktuellen Rückruf kann Toyota sich nicht mit Ruhm bekleckern. Der Imageverlust war schon bei den vergangenen Rückrufen enorm und der neue Rückruf dürfte gleich in mehrfacher Hinsicht zum Schaden führen. Zum Einen ist die Hybridtechnologie ein absolutes Vorzeigeschild des Konzerns, zum Anderen ist ausgerechnet die Luxusmarke Lexus von dem Rückruf betroffen. Ebenfalls lässt sich der Lexus in den USA mit der Verbreitung von Mercedes oder BMW in Deutschland vergleichen.

Allerdings leidet die Qualität aufgrund des schnellen Wachstums, wie auch eine aktuelle Studie ergab. Durchgeführt wurde sie von JD Power, die untersuchten, wie hoch die Fehlerquote bei Neuwagen lag. Im Vergleich zu früheren Studien zeigte sich, dass der Lexus von Platz Eins auf Platz Vier rutschte und damit hinter Porsche, Acura und Mercedes liegt. Beim Geländewagen GX460 war es schon im April zu Problemen gekommen, bei schnellen Kurvenfahrten oder Ausweichmanövern drohte der Wagen umzukippen. Allerdings konnte das Problem durch eine neue Programmierung der elektronischen Stabilitätsprogramme schnell wieder behoben werden.