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Entwicklungen am Weltautomarkt

Juli 15th, 2010 · No Comments

Der Automarkt scheint sich 2010 weltweit zu stabilisieren. Das erste Halbjahr hat bereits eine Erholung auf dem Automarkt gezeigt und somit dafür gesorgt, dass die Automobilkonzerne zumindest ansatzweise aufatmen konnten. Insbesondere der Automarkt in den USA und Asien hat sich erholen können. In Europa dagegen sind nur leichte Zuwächse, teils sogar Rückgänge bei den Verkaufszahlen gemessen worden.

Entwicklungen in den USA

Alleine in den USA hat sich im Juni 2010 ein weiterer Aufwärtstrend gezeigt. Eine Million Light Vehicles wurden hier verkauft. Dazu zählen vor allem die PKW und Light Trucks. Damit setzt sich der Trend aus den vergangenen Monaten fort und ein Umsatzplus von 14 Prozent wird erreicht.

Allerdings geben Experten auch zu bedenken, dass die US Automobilmärkte noch weit von ihren einstigen Höchstständen entfernt sind. Zwar konnte im ersten Halbjahr 2010 eine Absatzsteigerung um 17 Prozent auf insgesamt 5,6 Millionen Light Vehicles verzeichnet werden, doch die Höchststände sind damit noch lange nicht erreicht. Besonders interessant: Auf dem US Automarkt steigerte man den Absatz deutscher Marken alleine im ersten Halbjahr um 18 Prozent und konnte so auch den Marktanteil erneut auf 7,5 Prozent steigern.

Entwicklungen in China

In China konnte sich der anhaltende positive Trend auf dem Automobilmarkt im Juni dagegen nicht mehr so stark fortsetzen. Zwar gab es immer noch einen Zuwachs um 19 Prozent bei den Absätzen, allerdings ist das der geringste Zuwachs seit mehr als einem Jahr. Allerdings ist diese kleine Abschwächung der Umsätze noch kein Grund zur Sorge, denn alleine im ersten Halbjahr 2010 konnten mehr als 5,4 Millionen Autos in China verkauft werden. Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum entspricht das einer Steigerung von über 50 Prozent.

Besonders die deutschen Autohersteller bilden auch in China einen wichtigen Bestandteil des Marktes. Durch die stark angestiegene Nachfragesituation der letzten Monate konnte der Marktanteil auf 18 Prozent erhöht werden.

Entwicklungen in Indien und Japan

Auch in Indien sind die Autoabsatzzahlen erfreulich angestiegen. So ergab sich ein Anstieg der Verkaufszahlen um 29 Prozent, alleine im Monat Juni, welcher mit dem Vorjahresmonat verglichen wurde. Mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge konnten so in Indien verkauft werden und damit wurde im ersten Halbjahr ein deutliches Plus von 31 Prozent erreicht. Die deutschen Hersteller der Autos konnten ebenfalls in Indien punkten. Sie erreichten eine Verdoppelung ihrer Verkaufszahlen.

Ebenfalls konnte der Automarkt in Japan kräftig zulegen. Die Neuzulassungen erhöhten sich im Juni um satte 18 Prozent, im gesamten ersten Halbjahr war ein Anstieg von 23 Prozent zu finden.

Entwicklungen in Brasilien und Russland

In Brasilien waren die Verkaufszahlen dagegen auf dem absteigenden Ast angesiedelt. So gingen im Mai und Juni die Absätze deutlich zurück. Man führt dies allerdings darauf zurück, dass im März das staatliche Konjunkturprogramm ausgelaufen war. Insgesamt konnten die Absätze jedoch im ersten Halbjahr 2010 um sieben Prozent gesteigert werden.

In Russland ist der Aufwärtstrend erst seit dem zweiten Quartal zu sehen, in dem die Verkaufszahlen sich um ein Drittel steigerten. Im ersten Quartal lagen sie noch ein Viertel unter denen des Vorjahres. Alleine im Juni konnte ein Anstieg der Verkäufe um 45 Prozent beobachtet werden, im gesamten ersten Halbjahr 2010 steigerte man die Absätze um drei Prozent.

Entwicklungen in Europa

Die westeuropäischen Länder dagegen sind nicht allzu stark beim Aufwärtstrend vertreten. Sie zeigten eine Steigerung im Juni um sieben Prozent, im gesamten ersten Halbjahr konnte man jedoch nur eine zweiprozentige Steigerung in den westeuropäischen Ländern verzeichnen. Vorrangig das erste Quartal lief hier noch sehr gut, im zweiten Quartal ist schon wieder ein Abwärtstrend zu verzeichnen.

In den neuen Ländern der EU dagegen sank der Absatz um vier Prozent im Gegensatz zum Vorjahr, im gesamten ersten Halbjahr 2010 sogar um 14 Prozent. Allerdings geben Experten an, dass die Nachfrageverluste künftig geringer ausfallen werden.