Wenn unsere Kunden neue Autos kaufen, haben wir diese nur in den seltensten Fällen auf dem Hof stehen. Natürlich können wir jedes Modell besorgen, haben Kontakt zu allen Marken. Wir beraten die Kunden, aber sie konfigurieren sich ihre neuen Autos im Großen und Ganzen selbst. Immer mehr geht die Autoindustrie dazu über, die Extras, die man zur Grundausstattung bestellen kann, als Pakete anzubieten. Da entstehen oft die heißesten Diskussionen.
Die Pakete kosten ein gewisses Geld, man bekommt sie ganz oder gar nicht. Im Vergleich zur Einzelbestellung sind die Pakete meistens billiger. Sparen wollen sie ja alle, die Kunden. Die Autos dürfen ruhig etwas dicker sein, denn man will ja das Statussymbol schlechthin in der Garage stehen haben. An gewissen Dingen wird aber dann doch gespart.
Diese Mentalität entwickelte sich erst in letzter Zeit. Früher hatten die Autokäufer nicht so viele technische Möglichkeiten zur Auswahl; außerdem hatten sie genaue Vorstellungen, wie ihr Auto aussehen soll. Heute wird über jedes Detail nachgedacht. Jedes Verkaufsgespräch ist ein Hin und Her, dann wird noch einmal eine Nacht darüber geschlafen, ob es nun das einfache Radio sein soll, oder doch der Wechsler, ob das Fahrzeug einen Tempomaten haben muss oder nicht und so weiter. Gegeizt wird dort, wo man es nach außen hin nicht sieht. Metalliclack ja, CD Wechsler nein, so sieht in den meisten Fällen die Entscheidung aus. Die finanzielle Lage in unserem Land verändert die Menschen enorm. Auch beim Kauf neuer Autos. Dabei macht es doch kaum einen Unterschied, ob man sich nun um 1000 Euro mehr oder weniger verschuldet.
