In Hürth im Rhein-Erft-Kreis kam es kürzlich zu einem Familiendrama. Ein 86-jähriger Rentner fuhr mit seinem Auto aus der Garage und beschleunigte dabei unerwartet stark. Seine 25-jährige Enkelin stand vor der Garage, die beiden wollten zusammen wegfahren. Allerdings konnte auch sie nicht ahnen, dass der Großvater so stark beschleunigte, so dass es dazu kam, dass er seine Enkelin überfuhr.
Die junge Frau wurde schwer verletzt und musste noch am Unfallort notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden. Der Großvater ist momentan in großer Sorge, aber froh, dass die Enkelin den Unfall zumindest überlebt hat. In der Bevölkerung hingegen wird wieder vermehrt Kritik laut.
Es heißt immer häufiger, dass Senioren auf das Führen von Kraftfahrzeugen verzichten sollten, zumindest aber erneute Prüfungen hinsichtlich der eigenen Verkehrstüchtigkeit abgelegt werden müssten. Ob Vater Staat diesen Forderungen früher oder später zustimmen wird, ist bisher unklar. Sicher ist nur, dass viele Senioren bereits selbst so einsichtig sind, auf das Auto zu verzichten, wenn sie merken, dass sie sich nicht mehr ausreichend auf den Kraftverkehr konzentrieren können.
Ebenfalls steigt die Nachfrage nach Fahrdiensten, denn öffentliche Verkehrsmittel sind häufig zu unflexibel, da viele Menschen auch im Alter noch so flexibel und ungebunden bleiben wollen, wie es einst mit dem eigenen Auto möglich war. Eine neue Dienstleistung mit vielen Arbeitsplätzen könnte aus dieser Nachfrage entstehen, was für die deutsche Wirtschaft sicher nicht das Schlechteste wäre. Insbesondere, dass die Möglichkeit besteht, mit dem Auto einen neuen Wirtschaftszweig aufzubauen, wenngleich die Automobilbranche seit einiger Zeit stark schwächelt, scheint verlockend.
